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Winner und Nordic Shows in Helsinki

Shows

12/12/2009 CACIB Show HUND in Stockholm, Sweden (judge: Guy Spagnolo)
BOB
INTUCH, KORAD, NORDUCH Ayers Carat Blue Cob
owner: Anna Hagberg / breeder: Sonja Broberg

12/12/2009 Helsinki WINNER SHOW (judge: Luis Pinto Teixeira, PT)
Photos © Niina Kälvinmäki / kennel Cattlepark
males:
Youth Winner Helsinki, 2009
Windwarrior’s Blue Revolution
owner/breeder: Heikkinen Tuulia
Winner Helsinki, 2009 & BOS
Ch Cattlefarm’s Soul Brother
owner: Dolmatoff Marianne / breeder: Sirkka-Liisa Kuusela
BOB Veteran
Ch Cattlefarm’s Blue Hattah
owner: Loukusa-Ahola Anne & Ahola Timo / breeder: Sirkka-Liisa Kuusela
females:
Youth Winner Helsinki, 2009
Emerald Kazari Toyo-Ken
owner: Jokela Nina, Vaskivesi / breeder: Eva Dedicová
Winner Helsinki, 2009 & BOB
Worrigal Eager Elisah
owner: Uskali-Leskinen Leena & Loukosa-Ahola Anne & Ahola, Lappi / breeder: Loukosa-Ahola Anne

13/12/2009 NORDIC CHAMPIONSHIP SHOW (judge: Barbara Mueller, CH)
Photos © Niina Kälvinmäki / kennel Cattlepark
males:
Nordic Youth Champion, 2009
Windwarrior’s Blue Revolution
owner/ breeder: Heikkinen Tuulia
Nordic Champion & BOB
Ch Kurpas Promised Land
owner: Friberg & Andersson & Kurpas / breeder: Kurpas kennel
BOB Veteran
Ch Cattlefarm’s Blue Hattah
owner: Loukusa-Ahola Anne & Ahola Timo / breeder: Sirkka-Liisa Kuusela
females:
Nordic Youth Champion
Ayers Daily Red Dawn
owner: Tuulia Heikkinen & Joni Korpela / breeder: Sonja Broberg
Nordic Champion 2009
Ch Cattlefarm’s Femme Fatale
owner: Janne Mapetoja / breeder: Sirkka-Liisa Kuusela

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Um ein Zuechter in Australien zu werden

Australian National Kennel Council
Media Release
For further information or interviews, please contact:
Tomas Ganderton 0401 927 653, email: PublicRelations@ankc.org.au or
Dr Peter Higgins 0410 67 63 65

Haben Sie alles, was Sie brauchen?

Hundezucht ist eine rigorose, zeitverschlingende Taetigkeit, die zudem viel an Ausbildung, Wissen und Verpflichtungen verlangt. In Australien registrierte Zuechter verbessern leidenschaftlich die Gesundheit zukuenftiger Generationen und bilden sich fortlaufend in Kursen weiter.

Der „Australian National Kennel Council (ANKC)“ erwartet darin die Unterstuetzung zukuenftiger Besitzer, indem sie Zuechter offen und im Voraus nach dem Beweis einer Ahnentafel unseres Verbandes fragen. Ausserdem sollten sie pruefen, ob die Welpen in einer sauberen und gesunden Umgebung aufwachsen.

Ein Hundezuechter verpaart absichtlich zwei Vertreter derselben Rasse, weil er ganz spezielle Nachkommen daraus erwartet. Zuechter mit einem registrierten Zwinger planen ihre Wuerfe lange Zeit im voraus und bemuehen sich die Gesundheit zukuenftiger Generationen zu verbessern.
Registrierte Zuechter muessen sich in Australien an Gesetze und Regularien halten, und ueberdies dem vom AKC entworfenen Ethikkatalog folgen.

Zuechter lieben ihre Rasse leidenschaftlich. Sie muessen Zwinger von ausreichender Groesse haben, die es ihnen erlauben sich darin ungehindert zu bewegen. Ausserdem muessen sie genuegend Zeit haben, um ihren erwachsenen Hunden und den Welpen die notwendige Pflege angedeihen zu lassen.

„Hundezucht verlangt viel Liebe zur Arbeit. Sie erfordert viele Stunden.Es gibt wenig zu verdienen, wenn alle Arbeiten richtig ausgefuehrt werden sollen. Die Mehrheit der Zuechter lebt staendig an der Schwelle zu Gewinn oder Verlust.“ Das sagt Dr. Peter Higgins, Tierarzt und Sprecher des ANKC.

Eingetragene Zuechter unterwerfen sich rigorosen Fortbildungsauflagen. Unsere Zuechter muessen eine Pruefung ablegen, um einen Zwingernamen zu bekommen. Sie treffen sich in regelmaessigen Abstaenden und Zeitschriften stellen sicher, dass neue Forschungsergebnisse verbreitet und so bald wie moeglich erarbeitet werden.

Zuechter kennen ihre Hunde wie ihren Handruecken, aber Hunderichter haben ein spezielles Wissen ueber Hunderassen.
Wenn sie Richter fuer alle Rassen werden moechten,muessen sie sowohl eine theoetische wie auch eine praktische Pruefung fuer jede einzelne Rasse ablegen.
„Das nimmt mindestens 14 Jahre fortlaufendes Studium in Anspruch. Sie sind aus diesem Grund besonders sensibel bei der Begutachtung von Rassevertretern, wenn es um genetische Krankheiten geht. Sie werden darum auch niemals kranke Hunde mit einem Preis auszeichnen“, so Dr. Higgins.

Ein sehr wichtiger Tatbestand ist, dass Zuechter danach streben muessen, dass zukuenftige Welpengenerationen gesuender sind als die vorherrigen.
Mit absichtlichen und ueberlegten Verpaarungen ist es durchaus moeglich erbliche Krankheiten herauszuzuechten oder doch zumindest den Schweregrad einer Krankheit zu verringern.
Dies ist ein langer Prozess, der einen bestimmten Grundstock an Wissen voraussetzt.
„Forschungsprojekte, die aus den Ertraegen der Welpenregistrierung finanziert wurden, haben uns bei der Entwicklung einer Reihe genetischer Tests geholfen. Zum Beispiel die Osteochondrosis Dissecans (OCD), eine schmerzhafte Gelenkerkrankung, und die Hip Dysplasia (HD)haben beide signifikant abgenommen seit wir 15 Jahre lang, in Partnerschaft mit der Australian Veterinary Association, zusammen arbeiteten“, fuehrt Dr. Peter Higgins aus.

Nicht registrierte Zuechter stellen eine Bedrohung fuer eingetragene Zuechter dar, ihre Hundebesitzer und die Gesellschaft,weil sie keine ethischen Standarts einhalten muessen.
Sie machen es sich oft sehr einfach, um schnell Profit zu machen.
„Diese Typen sind auch verantwortlich dafuer, dass unsere Zuechter einen schlechten Ruf haben, weil sie mit ihnen in einen Topf geworfen werden. Sie sind wirklich konterproduktiv, weil die Mehrheit verantwortlicher Zuechter danach strebt, die Rasse zu verbessern“, betont Dr. Higgins.

„Ethische und verantwortungsvolle Zucht, hat bei den meisten Rassen zu einerVerbesserung in Gebaeude und Wesen gefuehrt.
Dies haengt aber natuerlich von der fortlaufenden Weiterbildung ab:
Bringt uns die wissenschaftlichen Erkenntnise und wir werden sie anwenden.

Ich wuerde mich freuen, wenn zukueftige Hundebesitzer groessere Anstrengungen unternehmen wuerden,um sicher zu stellen, dass der Zuechter, von dem sie ihren Hund kaufen ,auch vollwertig im ANKC registriert ist.
Nur das waere das Beste fuer Besitzer, Hund und unsere Gesellschaft, erklaert Dr. Higgins.

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Zucht des Australischen Cattledogs – offensichtliche Rassenfehler

Australian Champion Tagetarl Fire In The Sky
© von Carol Beckett, Richter fuer Australian National Kennel Council Licenced Working (herding) Dog und Toy dog
Besitzer des bekannten TAGETARL KENNELS in Australian

Wendigkeit, Intelligenz und Kraft, die in unserem Australian Cattle Dog so bewundert werden, sind das Ergebnis seiner Evolution in unserer duerren Landschaft. Das Ueberleben unter diesen harten Bedingungen hat seinen Typ geformt. Zu seinen Wurzeln gehoert das wahre, ungezaehmte Australien. Lange bereits verehrt von Rindertreibern, wurde er zum lebenslangen Begleiter und unersetzlichen Helfer vieler tapferer Maenner.

Trotzdem gibt es eine Reihe offensichtlicher Rassefehler, die heutige Richter und Zuechter wahrnehmen und bekaempfen muessen. Der Rassestandard bietet eine zweckmaessige Anleitung dafuer.

Als ein Arbeitshund muss er als gemaessigt betrachtet werden. Jegliche anatomische Uebertreibung muss als fremdartig bezeichnet werden.

Korrekte, muehelose Bewegung ist von genauso ueberragender Bedeutung, wie gute Knochenstaerke, gesunder Koerperbau und ein verlaessliches Temperament.
Wenn man sich seine Fellfarbe wegdenkt, hat er das Aussehen eines kraeftig gebauten wilden Hundes wie dem Dingo.

Richtet man den ACD, ist der Rassetyp von ueberragender Bedeutung.
Typ wird definiert als ein Zusammenwirken verschiedener Merkmale, die einer Rasse ihre einzigartige Erscheinung verleihen.
Wird der Hund vorgefuehrt, fragt man sich, aehnelt er einem ACD, bewegt er sich frei und ungezwungen, sieht er gesund aus?
Der kraeftige Kopf ist in Balance mit dem ganzen Hund und sollte keinesfalls unproportioniert wirken.

Ein Vertreter dieser Rasse mit einem hervorragenden Kopf, aber armseligen Winkelungen ist zum Beispiel, weniger fuer seine Aufgabe geeignet, als ein im Gebaeude ausgeglichener Hund mit einem nur durchschnittlichen Kopf.

Der Standard fordert einen Oberkopf, der parallel zum Fang verlaeuft. Viele Hunde aber tendieren bereits zu einem gewoelbten Oberkopf. Das ist voellig untypisch fuer einen echten meso-zephallischen oder dingo aehnlichem Kopf, dessen Aussehen deutlich im Standard beschrieben ist.
Ein verkuerzter Fang endet in schneller Atmung nach der Arbeit und
begrenzt so die Ausdauer. Ein kurzer Fang wird faelschlicherweise fuer einen „starken“ Fang gehalten. Dies ist vollkommen falsch, da das ‚Kraftwerk‘ in dem Muskel liegt, der zu einem grossen Teil am Oberkopf , sowie an den unter den Augen befindlichen Knochen befestigt ist.

Das korrekte Verhaeltnis von Oberkopf zu Fang ist 3:2.
Der Koerper besteht aus vielen Teilen, die gewoehnlich in der Bewegung sichtbar werden. Zu lange Ruecken schraenken die Beweglichkeit in den Wendungen ein. Das korrekte Verhaeltnis von Laenge zu Hoehe ist 10:9. Gemessen wird vom pro-sternum bis hinter die Gesaessbacken. Im Vergleich zur gemessenen Hoehe vom Boden bis zum Schulterblatt; d.h. ein Hund,der 45.7 cm hoch ist, sollte 50.8 cm messen. Dies ergibt nur eine extra Laenge von10%, was fast unerheblich ist.

Zu geringe Winkelung ist das offensichtlichste und ein ernstzunehmendes Problem in unserer heutigen Population. Eine steile Hinterhandwinkelung wird den Schub begrenzen und zusammen mit einer zu wenig abfallenden Schulter in einem gestelzten Gang enden.
Diese beiden Fehler verhindern, dass der Hund Boden deckt. Man muss zur Kenntnis nehmen, dass im Standard ganz deutlich eine gut entwickelte Hinterhand gefordert wird und NICHT eine (mittel) maessige Winkelung des Knies und eine nur maessig nach hinten reichende Schulter. Es sind nicht weniger als 90 Grad Winkelungen zwischen den Knochen.

Ein zu enger Brustkorb mit zu geringer pro-sternum (Brustbein) Entwicklung
verkleinert den Raum fuer die Lunge und die Ausbreitung der Herzkapazitaet. Eine zu steile, enge Hinterhand verringert die Beweglichkeit in der Wendung, wenn sich der Hund auf der Hinterhand dreht. Beide Fehler begrenzen die Ausdauer und sollten deshalb abschreckend bei Zuchterwaegungen wirken.
Der Standard fordert auch eine waagerechte Oberlinie. Einige haben das falsch ausgelegt, als sei eine ‚Tischplatte‘ gemeint. Das Ergebnis war eine offensichtliche Verringerung der Laenge sowie die Reduzierung der abfallenden Kruppe, und in der Konsequenz ein hoher Rutenansatz.
Die korrekte Oberlinie sollte gerade und fest sein mit einer sehr geringen Erhebung ueber dem Gebiet der Lende, um dem Ruecken Flexibilitaet zu geben. Zusammen mit einer korrekt abfallenden Kruppe kann der Hund seine Hinterhand besser unter den Koerper bringen.

Ein zunehmendes Problem ist die Anzahl der Hunde, die hinten ueberbaut erscheinen. Eine Oberlinie, die von der Lende bis zum Schulterblatt abfaellt ist nicht korrekt und kann das Ergebnis einer Reihe von Fehlern sein. Dazu gehoert: kurzer Oberarm, steile Kniewinkelungen, ueberlange Hintermittelfussknochen oder eine schwache Hinterhand.

Farbfehler schliessen zu helle oder zu dunkle Hunde, die nicht von mittlerem Blau sind, aus. Blaue oder schwarze Haare im Fell roter Hunde sind nicht korrekt, wie auch scharze Markierungen an anderen Stellen als am Kopf. Der weisse Stern, auch ‚Bentley Abzeichen‘ genannt, ist ein Wahrzeichen der Rasse und wird als Reinheitsbeweis bewertet.Ein helleres Fell in der Rute ist ebenso ein deutliches Rassekennzeichen. Hellere Ruten wurden bevorzugt, da der Hund von den Rindertreiben bei Nacht besser gesehen werden konnte
Gebaenderte oder waschbaeraehnliche Ruten zeigten an, dass der Hund das modifizierte Gen traegt und somit gesprenkelte/getuepfelte Nachkommen haben kann. ‚Gesprenkelt (speckled) und ‚getuepfelt‘ (mottled) muss bevorzugt werden im Vergleich zu den mehr einfarbig Blauen oder Roten, da Rinder nur einfarbig sehen koennen. Ein gesprenkelter Hund bleibt fuer sie verborgen und vermischt sich visuell mit dem Hintergrund. So ist er fuer die Herde unsichtbar.

Ein getuepfelter (mottled) Hund darf niemals weiss mit blauen oder roten Flecken erscheinen. Obwohl seine Farbe attraktiv ist, ist sie doch ein ernsthafter Fehler. Der Hund muss immer blau oder rot mit weissen Flecken sein. Trotzdem ist die Farbe im Verhaeltnis zum Gebaeude zweitrangig und sollte auch so gerichtet werden.

Alle Koerperteile sind gleich wichtig. Ein korrekt balancierter Hund mit typischen Cattle Dog Zuegen, wird seinen echten, anstrengungsfreien Gang zeigen. Ein Minimum an Anstrengung ist notwendig um ein Maximum an Bodendeckung zu erreichen. Eine huepfende Bewegung ist fehlerhaft.

Der Cattle Dog ist ein mutiger, wendiger Hund mit fuer jede andere Rasse ungewoehnlichen Farbabzeichen. Er ist unser WAHRHAFTER , einzigartiger Aussie, unvergleichlich in seiner Faehigkeit stoerrische Rinder zu treiben, der unseren ganzen Respekt verdient.

Die Zukunft dieser Rasse liegt in den Haenden seiner Zuechter und Richter, die jedwede Anstrengung unternehmen muessen, um soviel an Wissen und Erfahrung zu erreichen, wie es nur moeglich ist.

Siehe obiges Photo: Australian Champion Tagetarl Fire In The Sky
Dieser Hund ist ein Beispiel fuer einen korrekten Australian Cattle Dog. Er hat ideale Winkelungen, eine hervorragende Oberlinie und korrekte kompakte Koerperproportionen.
Beachte: Die Brusttiefe, die bis zu den Ellenbogen reicht und das richtig entwickelte pro-sternum (Vorbrust).Die starken Knochen dieses Hundes verbunden mit gut gewoelbten Rippen. Korrekte Nackenlaenge, die nahtlos in die Schultern uebergeht. Lange, abfallende Kruppe mit der geforderten, niedrig angesetzten Rute.

Die richtigen Proportionen dieses Hundes zeugen von Kraft ohne Uebertreibung.

copyright © Doris Duewel, alle Rechte vorbehalten /
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Gedanken zur zeitgemaessen Hundezucht

von Dr. Helga Eichelberg
Zoologin,Vorsitzende der „Gesellschaft fuer Kynologie“ und langjaehrige Zuechterin

Tierzucht ist naturgemäß kein starrer Zustand, sondern ein fortschreitender, sich entwickelnder Prozess mit einer deutlichen Neigung, sich zu verselbständigen oder sogar außer Kontrolle zu geraten, was letztendlich sogar zur Tierschutzrelevanz füh­ren kann. Darüber hinaus kann Tierzucht für die Zuchtprodukte Risiken bergen, denn nach einer größeren Anzahl von Ge­nerationen können geradezu naturgemäß Defekte auftreten.Deshalb ist es in jeder Tierzucht dringend angesagt, ab und zu inne zu halten und sich zu fragen, ob heute noch gültig ist, was gestern gut war und wie es zukünftig weitergehen soll.

Eine solche Besinnungsphase fand bezüglich der Hundezucht in den frühen 60er Jahren statt und zwar nicht, weil irgendjemand die Idee hatte, dass nun Inventur nötig sei, son­dern weil es kaum noch anders ging. Bis da­hin wurden Rassehunde nämlich recht unbe­sorgt gezüchtet. Das Zuchtziel war im Form­wert und im Sportbereich vor allem der Cham­pion, und dieses Ziel ging man mehr oder we­niger verbissen an. Kaum jemand hatte sich bis dahin ernsthaft gefragt, ob es mit der Hun­dezucht wirklich so unbesorgt weitergehen könne. Schließlich war aber nicht mehr zu übersehen, dass in den Rassen immer mehr erbliche Defekte Fuß fassten. Man diskutierte dies zwar noch nicht offen, aber es machte sich doch Besorgnis bemerkbar. Ich erinnere mich noch sehr gut an diese Zeit. Sie war näm­lich durchaus nicht lustig, denn ehe man sich’s ver­sah, befand man sich in der Rolle des „Nestbeschmutzers“. Jeder wusste zwar, dass die Defekte zunah­men, aber keiner wollte es hören. In diese Zeit fiel auch der hartnäcki­ge Streit um die Erblichkeit der HD und folgerichtig auch die un­erquickliche Diskussion um das obligatorische HD-Röntgen. Kurz und gut, die Hundewelt war zer­stritten und verunsichert. Die einen waren sicher, es sei bereits unmittel­bar „vor zwölf“ oder sogar schon ein wenig später und die anderen widersetzten sich hartnäckig allen Zuchtstra­tegien.

Erst nach einigen Jahren interner und auch öffentlich geführter Streitereien beruhigten sich die Gemüter, und es kehrte allmählich ein anderes Klima in der Hundeszene ein. Es setz­te sich nämlich die Einsicht durch, dass man die Hundezucht nicht sich selbst überlassen konnte, sondern dass sie gelenkt werden musste. Die Diskussionen wurden daraufhin offener und nahmen an Sachlichkeit zu und Dinge, über die man gerade noch gestritten hatte, wurden zur Selbstverständlichkeit. Krankheiten in den Rassen gab man nicht nur zu, sondern es wurde auch nach Strategien gesucht, um sie zu minimieren.

In dieser Zeit entstand auch ein völlig ande­res Verhältnis zwischen Züchtern und Wis­senschaftlern. Betrachteten die Züchter bis­her die Wissenschaftler als Gegner und hiel­ten die Wissenschaftler die Züchter für noto­risch unbelehrbar, so begriffen nun beide, dass sie aufeinander angewiesen waren und dass der Schlüssel zukünftigen Erfolges nur in einer guten Zusammenarbeit liegen konnte.

Und noch etwas anderes nahm deutlich zu, nämlich das Bedürfnis der Hundezüchter und -halter, sachkundig zu werden. Vor dieser Zeit wäre es z.B. geradezu lächerlich gewe­sen, im VDH eine Fortbildungsakademie ins Leben zu rufen. Langsam entwickelte sich aber ein Bedürfnis, sich sachkundiger zu ma­chen.

Kurz und gut, diese 60er Jahre waren für die Hundezucht ganz entscheidend, und von den Umdenkungsprozessen dieser Zeit leben wir im Grunde noch heute. Aus dem Bedürfnis nach immer mehr Sachkunde resultiert eine bedarfsgerechtere Aufzucht und Haltung der Hunde. Gesunde Hunde züchten zu wollen, sind bei Züchtern und Zuchtvereinen in der Regel keine leeren Worthülsen mehr, man will es wirklich und man hat Erfolg, denn bei kri­tischer Betrachtung kann man nach meiner Meinung feststellen, dass abgesehen von ei­nigen züchterischen Entgleisungen, die korri­giert werden müssen, zumindest die im VDH gezüchteten Rassehunde gesünder sind denn je. Sie sind sicher auch gesünder als ein Groß­teil der Mischlinge, die sich leider nicht der prächtigen Gesundheit erfreuen können, die ihnen nachgesagt wird.

Mit dieser Einschätzung der Rassehunde wer­den mich wahrscheinlich einige Leser für schlecht informiert halten, denn andererseits muss man zugeben, dass noch nie so viele Hundekrankheiten bekannt waren, wie dies momentan der Fall ist. Und es stellt sich nun natürlich die Frage, ob dies ein Widerspruch ist: Einesteils gesündere Hunde, andererseits eine deutliche Zunahme der Krankheiten. Nach meiner Meinung ist es kein Wider­spruch, denn wenn man die Situation genau­er betrachtet, stellt sich heraus, dass nicht die Krankheiten an sich zugenommen haben, sondern unser Wissen um mögliche Erkran­kungen. Die diagnostischen Möglichkeiten werden immer besser und somit erkennen wir immer mehr.

Früher war alles viel einfacher: Alle alten Hunde, die nicht mehr gut zu Fuß waren, hatten Rheuma! Heute wissen wir, dass sie HD, ED, Spondylose, Patellaluxation und vieles mehr haben können, und folgerichtig selektieren wir gegen diese Defekte. Früher hatten alle Hunde, die Hautprobleme hatten, Räude. Heute wissen wir, dass es unzählige Hauterkrankungen gibt, die durch Allergien, durch Parasitenbefall oder unglückliche Gen­kopplungen ausgelöst werden und wir versu­chen sie zu minimieren. Und so könnte man mehr oder weniger alle Körperbereiche und Organe unter die Lupe nehmen und käme zu dem Schluss, dass nicht die Krankheiten, son­dern unser Wissen um sie zugenommen hat.

Dieses „mehr wissen“ gilt übrigens nicht nur für genetisch bedingte Defekte, sondern auch für Erkrankungen, die die Folge einer Über­interpretation des Standards sind. So haben wir früher das Röcheln einiger Brachyzepha­ler als eine Art Rassemerkmal angesehen. Es gehörte eben dazu. Heute wissen wir, dass die Atemgeräusche kein Ausdruck großer Zufrie­denheit sind, sondern dass das betroffene Tier schlicht nach Luft ringt. Auch in diesen Fäl­len hat unser Wissen, vor allem aber auch un­sere Sensibilität, zugenommen.

Wir stehen also vor der neuen Situation, dass durch immer mehr Wissen auch immer mehr Probleme sichtbar werden. Diese Tatsache ist bisher ganz gut bewältigt worden. Man muss aber kein Prophet sein, um voraussagen zu können, dass auf Dauer die Selektionsmaßnahmen nicht mit der Zunahme des medizi­nischen Wissens Schritt halten werden. Mit anderen Worten, wir befinden uns wieder an einem Punkt, an dem wir Inventur machen sollten. Wir sollten wieder innehalten und uns fragen, ob die bisherigen Zuchtstrategien zu­künftig noch richtig sein werden oder ob es Anlass zur Korrektur gibt.

Zunächst einmal sollten die Zuchtziele über­dacht werden. Es ist nach meiner Meinung ein falscher Ansatz, die Hunde auch heute noch immer schöner machen zu wollen. Das ist zum einen nicht nötig, denn unsere Hunde sind schön, und zum anderen ist es gefährlich, denn dieses Streben nach Champion und Sieger hat in der Vergangen­heit für viele Rassen zum Unglück geführt. Es wäre dagegen ein zeitgemäßes Zuchtziel, die Rassen mit ihren rassespezifischen phä­notypischen und Verhaltensmerkmalen so auszustatten, dass sie eine dauerhafte Chance zum Überleben haben.

Nun mag die Idee einer „Erhaltungszucht“ für den einen oder anderen Züchter als der Gipfel züchterischer Langweiligkeit erschei­nen, denn es steht die Frage im Raum, wo un­ter diesen Umständen die „züchterische Krea­tivität“ bleibe. Nach meiner Meinung kön­nen wir in der Hundezucht auf diese Kreati­vität gut verzichten, denn sie führt in der Re­gel für das Zuchtprodukt früher oder später zum Verhängnis. Sehr viele Probleme der Rassehundezucht sind in dieser züchterischen Kreativität begründet. Es gibt nämlich keinen Standard, der den kranken Hund fordert und dennoch gibt es Rassen, die sich eindeutig auf züchterischen Abwegen befinden. Deshalb täte es den Zuchtverantwortlichen, vor allem aber den Hunden, gut, sich wieder mehr an dem Rassestandard als an irgendeinem mo­dischen Schnickschnack zu orientierten. Eine zeitgemäße Hundezucht braucht nicht allein Bekämpfungsmaßnahmen gegen genetische Defekte, sie braucht vor allem ein solides und hundefreundliches Au­genmaß bei allen Zucht­maßnahmen!

Wie aber sollte künftig mit der Vielzahl von Er­krankungen umgegan­gen werden, deren Anzahl voraussagbar noch zunehmen wird. Die Lösung kann nicht dar­in bestehen, zukünftig großzügiger oder gar nachlässiger mit auftretenden Defekten zu verfahren. Ganz im Gegenteil, Zuchtstrate­gien und Selektionsmaßnahmen bleiben nach wie vor wichtigste Bestandteile der Hunde­zucht. Sie müssen nur künftig gezielter einge­setzt werden. Es sollte nichts der Tradition oder dem Zufall überlassen werden, alle Maßnahmen sollten kritisch hinterfragt und vor allem auch auf ihre Wirksamkeit über­prüft werden.

So darf es z.B. künftig nicht mehr möglich sein, dass irgendjemand meint, in einer Ras­se einen Defekt entdeckt zu haben und dann geradezu erpresserisch auf einer Selektion besteht. Zukünftig sollte sich kein Verein kopf­los und aktionistisch auf fragwürdige Züchtungsabenteuer einlassen. Man kann eine Rasse nämlich auch zu Tode selektieren!

Man kann auch noch etwas anderes Sinnlo­ses tun, nämlich Ansprüche an die Zucht stel­len, die nicht erfüllbar sind. Hierzu gehört z.B. der Wunsch, den „genetisch gesunden Hund“ züchten zu wollen. Das ist eine Illusi­on und es ist auch gar nicht notwendig, denn phänotypisch gesunde Hunde zu züchten, Hunde also, die nicht hinken, die sehen und hören können und sich des Lebens freuen, ist ein großes Ziel, und das ist anzustreben. Na­türlich hätten wir alle am liebsten genetisch gesunde Hunde. Aber Friede auf Erden hät­ten wir auch gern, nur überfordern wir mit solchen Zielen offensichtlich die realistischen Möglichkeiten. Ich halte es für völlig unsin­nig, sich Ziele zu stecken, von denen man schon während der Formulierung weiß, dass sie nicht zu erfüllen sind. Lassen Sie uns also keinen Hirngespinsten nacheifern, sondern solide bleiben und das heißt: phänotypisch gesunde Hunde züchten.

Bei der Defektbekämpfung wird es zukünftig notwendig sein, für die Rassen Prioritätenli­sten aufzustellen. Dabei stellt sich natürlich für die betreuenden Zuchtvereine die Frage, welches das Auswahlkriterium für eine sol­che Prioritätenliste sei. Nach meiner Mei­nung muss der Leidensdruck des Hundes der entscheidende Punkt sein. Wir werden lernen müssen, noch sensibler und differenzierter zu reagieren. Es macht eben einen entscheiden­den Unterschied, ob einem Hund das Knie weh tut oder ob er nach Luft ringen muss, denn letzteres ist mit Lebensangst verknüpft, und es macht auch einen Unterschied, ob er trübe Linsen hat oder ob er einem unaufhör­lichen Hautjucken ausgesetzt ist. Natürlich sollte er am besten gar kein Handicap haben, doch das ist Wunschdenken. Auch in der De­fektbekämpfung ist also Augenmaß gefor­dert, denn es bringt nichts, den Teufel mit dem Belzebub austreiben zu wollen, was in unse­rer Situation bedeuten würde, gleichzeitig ge­gen eine ganze Anzahl von Defekten zu selek­tieren und dabei die gesamte Zuchtbasis zu verlieren. Es ist auf jeden Fall sinnvoller, mit einer wirkungsvollen Zuchtstrategie gegen wenige Defekte anzugehen, als halbherzig und nur scheinbar vieles zu bekämpfen.

Einen guten Leitfaden zur Minimierung erb­licher Erkrankungen wird die neue Zuchtord­nung des VDH mit dem sogenannten Phasen­modell enthalten. Dieses verpflichtet alle Ras­sezuchtvereine, sich mit den erblichen Er­krankungen in ihren Rassen auseinanderzusetzen und zwar unter wissenschaftlicher Be­gleitung, also mit kompetenter Hilfe.

Dieses Phasenmodell unterscheidet drei Pha­sen in der züchterischen Defektbekämpfung. In einer ersten Phase wird ein Defekt erkannt und es wird eine Datenerhebung veranlasst, also festgestellt, wie häufig der Defekt auftritt, ob er geschlechtsspezifisch ist, in wel­chen Altersgruppen er zu erwarten ist usw. In einer zweiten Phase werden dann die erhobe­nen Daten unter wissenschaftlicher Beglei­tung ausgewertet und gegebenenfalls wird ein Zuchtprogramm etabliert. Nach einem ange­messenen Zeitraum muss dann in einer drit­ten Phase die Wirkung der Zuchtmaßnahme bewertet werden. Je nach Bewertungsergeb­nis sind drei Entscheidungen denkbar: Eine Entscheidung könnte sein, weiter zu selektie­ren, weil sich zwar ein Erfolg eingestellt hat, das Ergebnis aber noch unbefriedigend ist. Weiterhin könnte entschieden werden, die Se­lektion einzustellen, weil sich die Maßnahme hervorragend bewährt hat und das Ausmaß des Defektes in der Rasse zu vernachlässigen ist, so dass man ab jetzt mit Stichproben aus­kommt, denn beobachtet muss die Situation natürlich werden. Und schließlich könnte es darauf hinauslaufen, das ganze Zuchtpro­gramm zu ändern, weil es keinerlei Erfolg brachte. Ich denke, das ist ein sehr klarer und gangbarer Weg, der den Rassezuchtvereinen zwar einige Anstrengungen abverlangt, aber solche Anstrengungen sind ja die fundamen­tale Aufgabe der rassebetreuenden Vereine.
Zwei weitere Hilfsmittel sind noch zu benen­nen, die bei sinnvollem Einsatz aus der zeit­gemäßen Hundezucht kaum wegzudenken sind, nämlich die Zuchtwertschätzung und der DNA-Test.

Es steht außer Zweifel, dass die Zuchtwert­schätzung ein hervorragendes Hilfsmittel ist, um näher an den Genotyp eines Zuchttieres heranzukommen, um also möglichst viel über seine voraussichtliche Vererbung aussagen zu können. Aus der Nutztierzucht ist die Zucht­wertschätzung nicht mehr wegzudenken. Wenn es sie nicht gäbe, wären Butter, Eier und Fleisch wahrscheinlich unbezahlbar. Aller­dings resultiert die große Bedeutung der Zuchtwertschätzung in der Nutztierzucht in ihrer Zuverlässigkeit, die dadurch erreicht wird, dass für die Datenerhebung 100 % der Nachkommen zur Verfügung stehen. Und hier besteht der entscheidende Unterschied zur Hundezucht. Wenn nämlich Zuchtverei­ne glauben, dass sie eine hervorragende Zuchtstrategie verfolgen, wenn sie z.B. die Daten von 20–25% der geborenen Welpen als Information weitergeben, dann ist das Schätzergebnis ungenau und die Maßnahme zweifelhaft. Und wenn es darüber hinaus noch Züchter gibt, die vor lauter Wissen­schaftsgläubigkeit die Zuchtpartner ihrer Tiere nur nach Zuchtwerten aussuchen und die eigentlichen Hunde gar nicht mehr ken­nen, dann ist diese Maßnahme schlicht als kontraindiziert zu bezeichnen. Mit anderen Worten, wenn die Zuchtwertschätzung in der Hundezucht wirklich Sinn machen soll, dann muss die Anstrengung der Zuchtvereine dar­in bestehen, Mittel und Wege zu finden, um die Informationsdichte zu erhöhen. Nicht die Zuchtwertschätzung an sich ist züchterisch sinnvoll, sondern allein ihre Zuverlässigkeit.

Als zweites wichtiges Hilfsmittel in der Ras­sehundezucht hatte ich den Gentest benannt. DNA-Tests gibt es momentan nur für mono­gene Defekte, also für Defekte, die in nur ei­nem Gen kodiert sind. Und das wird wahr­scheinlich auch noch eine Weile so bleiben. Aber die vorhandenen Testmöglichkeiten be­deuten für die Hundezucht bereits einen gro­ßen Fortschritt, und man kann davon ausge­hen, dass ihre Anzahl laufend zunehmen wird. Allerdings müssen sich manche Zucht­vereine offenbar erst an den Umgang mit sol­chen Testverfahren gewöhnen. So sollte es z.B. eine Selbstverständlichkeit sein, dass vor­handene Tests für rassebelastende Defekte auch verpflichtend als Zuchtvoraussetzun­gen angewandt werden, denn ihr Vorteil ge­genüber allen bisher verfügbaren Selektions­methoden liegt auf der Hand: Hunde können vor ihrem Zuchteinsatz ausgetestet werden, und somit ist es erstmals möglich, die Merk­malsträger aus der Zucht herauszuhalten und die Anlageträger zu erkennen. Der weitere große Vorteil besteht darin, dass bei einer ver­nünftigen Zuchtlenkung die Zuchtbasis nicht eingeschränkt wird, denn Anlageträger kön­nen natürlich in der Zucht eingesetzt werden.

Ein weiterer wichtiger Aspekt gehört zur zeit­gemäßen Hundezucht, nämlich Prophylaxe zu betreiben. Eine moderne Hundezucht kann sich nicht in der Bekämpfung von Defekten er­schöpfen. Sie sollte alle verfügbaren Mittel an­wenden, um es erst gar nicht zu Defekten kom­men zu lassen. Jedermann weiß, dass man bei einer dauerhaften Inzucht dem Auftreten von Defekten Tür und Tor öffnet. Es ist also eine wichtige Zuchtmaßnahme, einer Rasse eine möglichst breite Zuchtbasis zu erhalten. Und dazu gibt es ein einfaches Mittel, nämlich das Deckgeschehen nicht nur einer kleinen Grup­pe von Rüden zu überlassen, sondern eine Be­grenzung der Deckakte einzuführen. Die im­mer wieder vorgetragene Idee, dass es in der Hundezucht die ganz großen Vererber gäbe, die durch eine Deckbeschränkung nicht genü­gend genutzt würden, ist so nicht haltbar. Be­sonders gute Vererber sind bei Nutztieren zu erwarten, weil es in deren Zucht in der Regel um nur ein einziges Leistungsmerkmal geht. Das ist in der Hundezucht völlig anders, näm­lich viel komplizierter, denn hier haben wir es gleichzeitig mit einer Vielzahl erwünschter Merkmale zutun. Aber selbst wenn es diesen großartigen Vererber gäbe, dann hätte er im­mer noch Brüder und Söhne, die in die Zucht eingebracht werden könnten.

Zusammenfassend kann man sagen, dass Hundezucht eine verantwortungsvolle Aufga­be ist, die nicht durch Emotionen, sondern vor allem durch sachbezogenes Wissen bestimmt sein sollte. Wir haben heute früheren Situatio­nen gegenüber den Vorteil, mehr wissenschaft­lich gesicherte Methoden für Zuchtmaßnah­men zur Verfügung zu haben. Allerdings soll­te dieser Vorzug nicht dazu führen, vor lauter Angst, etwas falsch zu machen und etwas zu versäumen, die naive Freude am Zusammen­leben mit Hunden zu verlieren. Ernsthaftigkeit darf nicht in Verbissenheit ausarten, denn wenn wir das zulassen, verlieren wir auch die wohltuende Bereicherung, die uns unser Part­ner Hund gibt. Und dann erübrigt es sich im Grunde auch, Hunde zu züchten.

© Dr. Helga Eichelberg

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Nomenklatur

Richtersprache zu gut Deutsch.

A

Abdomen: zwischen Bauchhöhle und Becken
Action Movement: die Art wie ein Hund geht, läuft oder galoppiert
Albino: Mangel an Pigment, normalerweise rosa Augen
Angulation: Die Winkelungen die durch das Gelenk gebildet werden, wo die Knochen aufeinander treffen, z.B. an der Schulter oder dem Kniegelenk, wenn der Hund aufrecht steht.
Apple Head: Sehr gewälbter, runder Oberkopf.
Apron: Längeres Haar auf der Brust unter dem Nacken. Krause.

B

Back Region: zwischen Schulterblatt und Schwanzwurzel,in einigen Standarts
mag es sich auch auf den Bezirk zwischen Schulterblatt und Lende beziehen
Balance: bestehend aus dem ganzen Hund; symmetrisch; Im Ganzen t typisch proportioniert oder bezogen auf einzelnelne Partien
wie ausgeglichener Kopf oder Körper.
Barrel Ribs: gut gerundete Rippen
Beefy: uebergewichtig , ueberbemuskelt
Belly: unterer Teil des Bauches
Bitchy: Femininer Eindruck
Bite: Die relative Stellung der oberen und unteren Schneidezähne bei geschlossenem Maul.
Irregular Bite: Einige oder alle Schneidezähne stehen unregelmässig.
Overshot:- Ueberbiss: die oberen Zähne ueberlappen und beruehren bei
geschlossenem Mund nicht die unteren Zähne. Fehler beim ACD.
Scissor Bite: – Scherengebiss: die oberen Zähne stehen eng ueber den unteren Zähnen und sitzen im rechten Winkel zum Kiefer.
Undershot: – Unterbiss: die unteren Vorderzähne ragen bei geschlossenem Mund
ueber die obere Zahnreihe. Ein Fehler beim ACD.
Bone: – Die Dicke, Qualität und Staerke des Knochen in den Beinen betrachtet,
besonders in der Vorhand.
Bone Shape – Die Form des Knochen im Profil/ kann flach , oval oder rund
(Australian Cattle Dog) sein.
Bossy: in Shoulder – Ueberentwicklung der Schultermuskeln.
Bowed Forelegs: – nach aussen gebogene Vorderläufe.
Breastbone: – eine Anzahl von Knochen und Knorpeln die das Brustbein bilden.
chest. Brust
Breed Standard: – “Blueprint” des idealen Vertreters einer Rasse ,
der offiziell . z.B. vom Kennel Club, der FCI und dem Amerikanischen
Kennel Club anerkannt ist. Die Uebereinkunft kam anlässlich
des Welt Kongresses der Kennel Clubs 1981 zustande, u um Vergleiche zu vereinfachen.
Brisket: – Vorderer Teil des Körpers unterhalb der Brust zwischen den Vorderläufen.
Bull Neck: – kurzer, kräftiger, schwerer Nacken.

C

Characteristics: – Kombination von Typ, Erscheinung, Wesensart und Verhalensreaktionen
Cheek: – fleischiger Teil des Kopfes unter den Augen und ueber dem Maul.
Cheeky: – Backen sind sichtbar rund und stark hervorstehend.
Chest: – der vordere von den Rippen umschlossene Teil des Körpers.
Chippendale Front: – Vorderläufe stehen an den Ellenbogen ab, Vordermittelfuss eng, während die Fuesse nach aussen gedreht sind.
Chiselled: – sauber geschnitten,bei deutlicher Knochenstruktur des Gesichts.
Cloddy: – plump, vergleichsweise schwer.
Coarse: – lässt Adel vermissen
Cobby: – kurzer Körper, kompakt.
Collar: – Halskrause, gewöhnlich weiss.
Compact: – kompakt, nicht hochaufgeschossen.Sauber.
Condition – Erkennbare Gesundheit von Körper, Fell, allgemeiner Erscheinung. Betragen sehr gut.
Denoting overall fitness: – Zeigt insgesamte Fitness.
Conformation: – Aufbau und Struktur des Gebäudes
Conical Head: – Kegelförmiger Kopf, gleichmässig abgeschrägt ist vom Oberkopf zur Nase.
Coupling: – Teil des Körpers zwischen der letzten Rippe und dem Anfang der Hinterhand, Lendenteil.
Short-Coupled/Close-Coupled: – Der Fall, wenn diese Entfernung kurz und relativ stark ist.
Long-Coupled: – Das Gegenteil zu geschlossener Verbindung.
Open Couplings: – Lange Lenden und Flanken, die ungenuegend bemuskelt sind.
Cow-Hocked: – Sprunggelenke, die verdreht stehen und auf einander zeigen, dabei die Fuesse zwingen, sich nach aussen zu drehen. Kuhhessig.
Crabbing: – Hund bewegt sich in im Winkel zur Laufrichtung.
Crest: – oberer gebogener Teil des Nackens.
Croup: (Rump) – Teil des Rueckens vom vorderen Ende des Beckens bis zum Ende des Schwanzes.
Crown: – höchster Teil des Kopfes
Cryptorchid: – Ruede, dessen Hoden nicht vollständig in den Hodensack abgestiegen sind.
Culotte: – Längeres Haar an der Rueckseite der Oberschenkel.
e der Oberschenkel.

D

Daylight: – Licht, das unter dem Bauch hervorscheint.
Dentition: – Zahl und Anordnung der Zähne.Die Zahl aller Zähne beträgt 42. Davon sind im oberen Kiefer: sechs
Schneidezaehne, zwei Augzaehne, acht Premolaren und vier Molare.
Im unteren Kiefer: sechs Schneidezaehne, zwei Augzaehne, acht Premolare und sechs Molare Dewclaw: – Afterkralle. Fuenfte Zehe an der Innenseite des Vordermittelfuss. Die meisten Rassen haben hinten keine zusätzlichen Klauen.
Dewlap – Lose, hängende Haut an der Unterseite der Kehle.
Dock: – Kuerzung der Rute
Doggy – Maskuliner Eindruck
Down on Pastern: – Schwacher oder fehlerhafter Hintermittelfuss durch falsche Winkelung ausserhalb der Senkrechten.
Drive: – Kräftiger Schub aus der Hinterhand , der gesunde Bewegung anzeigt.
Dry: – Glatte Haut, weder lose noch faltig.
Dudley Nose: – Nase fehlt Pigment
Ear: – das Ohr besteht aus drei Teilen. Das äussere Ohr, das Mittelohr und das Innere Ohr. Der Standart bezieht sich auf das äussere Ohr (Ohrläppchen und Aussenhaut).

E

Erect pricked:. – aufrecht stehend
Ectropion – nach aussen gestuelptes Augenlid.
Elbow – Gelenk zwischen Ober- und Unterarm.
Elbows out at turning – nach aussen gedrehter; körperferner Ellenbogen.
Elongated Skull: – Lang, schmal, abfallender Oberkopf.
Entire Dog: – Hund mit zwei normalen Hoden, die voll in den Hodensack abgestiegen sind.
Entropion :- nach innen gestuelptes Augenlid, das irritiert.
Expression: – Allgemeine Erscheinung aller Kopfmerkmale von vorn gesehen.
Eye: – Alle Standarts enthalten eine Beschreibung ueber Form, Groesse und Augenfarbe.
Almond Eyes: – Mandelfoermiges Auge.
Globular Eye: – Rundes Auge, etwas vorgewölbt.
Goggle Eye: – Vorstehendes Auge, fehlerhaft
Oval Eyes: – Haeufigste Augenform. Eifoermig.
Round Eyes: – Runde Augen
Triangular Eyes: – Mehr winkelfoermig als runde Augen.
Obliquely Set Eyes: – Augen deren aeussere Konturen höher im Oberkopf sitzen als die inneren Ecken.
Eye Colour: – Abhaengig vom Pigment Melanin in der Iris. Je mehr Melanin desto dunkler das Auge.
Wall Eyes: – Ein blaues und ein braunes Auge
Eyebrows: – Die Haut und das Haar ueber den vorgewoelbten Augenbrauenboegen.
Extended Trot: – Starker Trott, bei dem die Hueften weit vorwaerts reichen.

F

Fallaway: – Abfallende Kruppe
Fallow: – Hellrot or bräunlich gelb.
Feet :- Haben vier Zehen, dir durch eine Falte verbunden sind. Fuesse sind verschieden in ihrer Form.
Cat (like): – Katzenpfoten. Fuss ist rund, kompact und ähnelt einer Katzenpfote.
Hare Foot: – Pfote, bei der die beiden mittleren Zehen offensichtlich länger sind als die aeusseren.Zehen sollten gebogen dicht beieinander stehen.
Oval: – Löffelartig. Beide Mittelzehen sind geringfuegig laenger als in Katzenpfoten. 

G

Gait:- Das Muster der Schritte bei verschied schnellen Gangarten. Jedes Muster unterscheidet sich durch einen bestimmten Rhythmus und Schritt.
Walk: –Schritt A Ausgeruhter, langsamer Schritt.
Trot:-Trab Schritt, bei dem die Laeufe weit nach vorn ausgreifen
Extended Trot:-Schneller Trab A in dem sich alle vier Fuesse, waehrend jedes Schrittes, fuer einen kurzen Augenblick vom Boden loesen.Wegen der langen Schrittweite, fussen die hinteren Laeufe in den Abdruck, den die vorderen hinterlassen haben.
Gallop: Die schnellste Gangart des Hundes hat einen Viertaktrhythmus und oftmals eine extra Verlangsamung waehrend der der Koerper mit allen vier Laeufen in die Luft geworfen wird
Pacing Movement: –Pass – Gangart, in der Vorder- und Hinterlaeufe auf derselben Seite sich parellel zu den Laeufen gegenueber bewegen.Viele Hunde gehen langsam im Pass, weil es Energie spart.
Trot A: –Trab A -Rhythmische Zwei-Takt diagonale Gangart in der die Pfoten an diagonal entgegengesetzten Enden den Boden beruehren, d.h. rechts hinten mit links vorn und links hinten mit rechts vorn.Korrekterweise, setzen die Hinterlaeufe gleich hinter den Vorderlaeufen auf.
Walk:Schritt – Gangart in welcher drei Laeufe zu jeder Zeit den Koerper unterstuetzen; jede Pfote hebt vom Boden ab, immer eine zur Zeit in regelmaessiger Sequenz.
Gay Tail: –Freudig getragene Rute Rute wird sehr hoch getragen oder sogar ueber den Ruecken des Hundes. Oft zeigt es an, dass die Rutenhaltung hoeher ist, als es der Standard erlaubt.

H

Hard Expression:-Harter Ausdruck Harter, starrender Gesichtsausdruck.
Haw: –Sichtbares Augenlid Drittes Augenlid an der inneren Ecke des Auges.
Heart Room: –Brustkasten Geraeumige und grosse Brust
Height: –Groesse -Vertikal gemessen vom Widerrist bis zum Boden; bezieht sich gewoehnlich auf die Schulterhoehe.
Hind Leg: –Hinten -Hinterer Lauf von der Huefte bis zum Boden.
Hindquarters: –Hinterteil Rueckwaertiger Teil des Hundes von der Lende an.
Hocks: –Hintermittelfuss niedrig, kurz

I

Iris : –Iris Flach, kreisfoermig, gefaerbte Membrane im Auge.Die innere Abgrenzung bildet die Pupille, die hilft den Anteil des eintretenden Lichts zu kontrollieren. 

J

Jaws : –Kiefer Knochen, die den Rahmen des Mauls formen
Jowls:-Haengebacken Fleisch an Lippen und Kiefer

K

Knee Joint: Knie Gelenk

Knuckling Over: Schwaches Fussgelenk (carpal), das im Stand des Hundes hervorsteht.

L

Layback: Winkel des Schulterblatts zum Oberarm, von der Seite betrachtet.

Leggy: Zu lange Laeufe fuer eine korrekte Balance

Lippy: Offene Lippen, die nicht fest auf einader liegen

Liver: Braunes Fell in unterschiedlichen Toenen, das immer mit einer leberfarbenen Nase einhergeht. Wird auch schokoladenfarbig genannt.

Loaded Shoulders: Uebermaessiges Gewicht im Schulterbereich

Loin: Koerperbereich auf beiden Seiten der Wirbelsaeule zwischen den letzten Rippen und dem hinteren Koerperteil.

Low Set: 1. Niedrig angesetzte Rute unterhalb der Rueckenlinie
2. Zu niedrig angesetzte Ohren im Widerspruch zur korrekten, der Rasse entsprechenden, Platzierung.
Markings schwarze, erwuenschte Abzeichen am Kopf um die Augen. Entweder ein- oder beidseitig.

M

Mask: Dunkle Schattierung an Schnauze.

Mismarked: Unerwuenschte, schwarze Koerperflecken bei blauen ACDs. Koerperabzeichen sind beim roten ACD erlaubt, aber nicht erwuenscht.

Monorchid: Hund mit nur einem Hoden

Mouth: Maul, siehe Gebiss (bite)

Movement: Bewegung siehe Gangwerk (gait)

Moving Clos: Wenn Vorder- oder Hinterlaeufe sich zu engzueinander bewegen. Beim ACD durchaus erwuenscht.

Muzzle: Fang

N

Nape of the Neck – Die Spitze des Nackens, die sich an die Basis des Schaedels anschliesst
Neck well set on – Gute Nackenlinie ,die stufenweiseweise mit harmonischem Schwung in die starken Schulterblaetter und Oberlinie uebergeht.

O

Oblique Shoulders – Weit zurueckreichende Schultern.
Occipital Protuberance – Ein hervorragendes Hinterhaupt, das fuer manche Rassen typisch ist.
Occiput Upper – Hinterer Punkt des Hinterhaupts.
Otter Tail – Sehr dick zum Rutenanfang hin und schrittweise schmaler werdend bis zur gerundeten Schwanzspitze; von mittlerer Laenge ohne Befederung , aber rundherum dicht behaart mit kurzem, dichten Fell, das einen runden Eindruck macht.
Out at Elbow – lose, nicht anliegende Ellenbogen.
Out at Shoulder – lose nicht anliegende Schultern, die diese nach vorn druecken und damit eine weite Front bilden.
Overreaching – Fehler im Trott, der oft durch mehr Antrieb der Hinterhand im Vergleich zur Vorhandwinkelung hervorgerufen wird, sodass die Hinterlaeufe gezwungen sind seitwaerts vorbei an den Vorderlaeufen aufzufussen, um eine Behinderung des Laufs zu vermeiden.
Overshot – Siehe Gebiss

P

Paddling – Wenn die Vorderlaeufe in der Bewegung seitwaerts unkontrolliert pendeln.
Pads – Harte, dicke Haut auf der Unterseite der Fuesse (Ballen).
Pastern – Teil des Vorderlaufs zwischen Fussgelenk und Fuss.
Patella – Die Knieklappe – schmaler Knochen am unteren Ende des Femurs, der einen Teil des Knies bildet.
Pelvis – Ein Guertel aus zusammengehaltenen Knochen. Jede Haelfte wird aus dem Illium, Ischias und Schambein gebildet; das Ganze ist an der Wirbelsaeule am Kreuzbein befestigt. An den unteren Seiten sind die Hueftgelenke.
Pencilled – Felltyp, der stiftartig liegt, weil das haertere durch das weichere Unterfell kommt.
Pied – Ungleich proportinierte weisse oder andersfarbige Abzeichen.
Pigeon-Chest – Brust mit kurzem hervorstehendem Brustknochen
Pigmentation – Natuerliche Faerbung der Haut oder anderen Gewebes.
Pin Bones – Obere vorstehende Knochen der Huefte.
Pinning – In der Bewegung nach innen zeigende Vorderlaeufe .
Plaiting – Im Gang oder Trab sich kreuzende Vorderlaeufe.
Point of Buttock – Hinterster Ansatz des Oberlaufs auf der Hoehe des Ischias. Siehe anatomische Zeichnung
Point of Shoulder – Die Vorderseite des Gelenks, wo Oberarm und Schulterblatt zusammentreffen. Sie anatomische Zeichung.
Pounding Gaiting – Falsche Schrittweise, die daraus resultiert, dass der Schritt vorn kuerzer ist als hinten; die Fuesse vorn stossen hart auf dem Boden auf bevor der hintere Schritt vollendet ist.
Profile – Seitenansicht des ganzen Hundes oder seines Kopfes.
Proud Held – Erhoben gehaltener Kopf oder Rute

Q

Quality – von ausgezeichneter Haltung nah am Standard, diesem undefinierbarem Attribut, das Eleganz und Adel beschreibt.Ebenso fehlt die grobe Gewoehnlichkeit. Velmehr zeigt der Ruede Kraft und die Huendin Adel.
Quarters – Der obere Teil des Hinterlaufs – Gebiet des Beckens und Oberschenkels.

R

Racy – macht den Eindruck von Geschwindigkeit ohne an Substanz zu verlieren.
Rangy – Langer, duenner Hund , dem es oft an Ausreife fehlt.
Reach – Entfernung, die in einem Vorwaertsschritt bedeckt wird.
Refined -Elegant.
Ribbed Up – weit zurueckreichende Rippen.
Roach Back – Konvexe Kurve zur Lende hin.

S

Saddle – Andersfarbiger Teil auf dem Ruecken .
Second Thigh – Teil des Hinterlaufs von Knie bis Fesselgelenk.
Set On 1.- Rutenansatz.
2. – Ohransatz.
Shelly -Schwach geformter, flacher und enger Koerperbau; Mangel an Substaz.
Short Coupled – Kurzer Abstand zwischen letzter Rippe und dem Beginn der Hinterhand.
Shoulder Height – Groesse des Hundes gemessen vom Schulterblatt bis zum Boden. Siehe anatomische Zeichnung.
Shoulder Joint – Gelenk zwischen Schulter (scapula) und dem Oberlauf (humerus).
Sickle Hocked – Unfaehigkeit das Hintermittelfussgelenk in der rueckwaertigen Bewegung des Hinterlaufs zu strecken. Uebertrieben enger Winkel im Stand.
Single Tracking – Alle Fussabdruecke auf einer Linie. Viele Rassen laufen im schnellen Schritt auf einer Linie.
Skull -Knochen des Kopfes. Rassestandards beziehen es vom Stop bis zum hoechsten Punkt des Oberkops.
Skully – Dicker, gewoehnlicher Schaedel.
Slab-Sided – Flache Rippen mit zu wenig Schwung der Wirbelsaeule.
Sloping Shoulder – Abfallende Schulter.
Snipy Muzzle -Spitz zulaufender Fang.
Soundness – Ein Begriff, der sich hauptsaechlich auf die Bewegung bezieht. Normaler Zustand geistigen und koerperlichen Wohlbefindens.
Spectacles – Helle Schatten um die Augen und dunkle Abzeichen vom aeusseren Winkel des Auges bis zum Ohr.
Moderate turn OF tail – Normalerweise ueber dem Ruecken getragen.
Splayfoot – Plattfuss mit gespreizten Zehen.
Spring of Rib – Grad des geschwungenen Rippenbogens.
Stifle – Das Gelenk des Hinterlaufs zwischen Ober- und Unterschenkel entsprechend dem Knie.
Stilted – Gebundener Schritt durch zu wenig Hinterhandwinkelung
Stop – Stueck zwischen Fang und Oberkopf, Einbuchtung zwischen den Augen, wo sich Nasenknochen und Oberkopf treffen.
Straight Shoulders -Ungenuegend zurueckreichende Schulterblaetter; steile Schulter.
Straight Stifle -Ungenuegende Winkelung; hinten steil.
Substance – Korreke Knochen, Muskeln und Kondition.
Swayback – Konkave Kurvenlinie des Rueckens zwischen den Schulterblaettern und den Hueftknochen.

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Zuechten wir noch standardgerechte Farben?

Viele Merkmale muessen zusammenwirken, um den Australian Cattle Dog als einzigartig erkennen zu können. Dazu gehören in erster Linie Typ, Balance und korrektes Gebäude. Aber auch die standardgerechte Farbe gehört zu seinem Erscheinungsbild. Sie duerfen wir keinesfalls bei der Zucht vernachlässigen.
Viel zu oft sehen wir auf Ausstellungen ACDs mit unzureichenden Farben, wie schokoladenfarbig, lohfarbene Oberschenkel, fast weisses oder gänzlich schwarzes Fell und der red speckled (rot-getuepfelt) verdient oft nicht einmal den Namen mehr. Oft – zu oft – beigefarbene ACDs, deren Fell mit schwarzen Haaren durchsetzt ist oder sogar red mottled (rotmeliert)e Hunde, deren Farbe im Standard nicht aufgefuehrt wird und als Standardabweichung, d.h. als Fehler gewertet werden muss. Der beim ANKC registrierte gueltige Standard ist der einzige Zollstock.
Doris Duewel

creeping tan
zu hell
Sattel
Zitat aus dem gueltigen Standard:

Blau – Die Farbe sollte blau, blue-mottled (blau meliert) oder blue speckled (blau getuepfelt) sein, mit ohne ohne weitere Abzeichen.Erlaubte Abzeichen sind schwarz, blau oder lohfarben am Kopf, die vorzugsweise gleichmässig verteilt sind.
Die Vorderläufe sind halbhoch lohfarben und breiten sich an der Vorderseite hoch bis zur Brust und Kehle aus. Lohfarben auch an den Kiefern, die Hinterhand lohfarben an den Innenseiten der Hinterläufe und auch an den Innenseiten der Hueften,zeigen sie die loh Farbe bis zur Vorderseite der Knie wo sie sich bis zur Aussenseite der Hinterläufe verbreitern, von den Hintermittelfuessen bis zu den Zehen. Lohfarbenes Unterfell am Körper ist erlaubt, vorausgesetzt es scheint nicht durch das blaue Aussenfell. Schwarze Abzeichen am Körper sind nicht wuenschenswert
.

korrektes Blau
Red Speckle (rot getuepfelt) – Die Farbe sollte ueberall gleichmässig gut verteilt sein, auch im Unterfell, das (weder weiss noch cremefarben) mehr oder weniger dunklere rote Abzeichen am Kopf haben kann..Gleichmässige Kopfabzeichen sind erwuenscht.Rote Abzeichen am Körper sind erlaubt, aber nicht erwuenscht.
korrektes Rot
Im Dezember 2009 veröffentlichte der ANKC (Australian National Kennel Council) Ergänzungen zum Standard. Die Farbe betreffend stellt der ANKC fest:

Der Standart spezifiziert ganz deutlich die Farbanforderungen fuer die Rasse. Die Grundfarbe in blauen Hunden ist schwarz. Die Grundfarbe in rot getuepfelten Hunden ist rot. Obwohl im Standard weiss nicht genannt wird, erscheint die blaue Farbe durch eine mehr oder minder starke Vermischung schwarzer und weisser Haare im Deckhaar, wodurch der Eindruck einer blaeulichen Farbe entsteht. Je mehr weisse Haare da sind, umso heller ist das Blau.je weniger weisse Haar vorhanden sind, desto dunkler erscheint das Blau. Ueberwiegen die weissen Haare, sodass das Tier weiss zu sein scheint, oder sind so wenige weisse Haare vorhanden, dass das Tier schwarz zu sein erscheint, so ist die Farbe unerwuenscht.
(B) Blau oder rot getuepfelt wird durch kleine unregelmässige Gruppen weisser Haare gebildet, die mehr oder weniger gleichmässig auf das Deckhaar verteilt sind. Rot getuepfelt ist die einzige geltende Farbe im Standart fuer rote Hunde. Fehlt die Tuepfelung oder schwarze Haare scheinen durch das Deckhaar roter Hunde durch, so ist dieses unerwuenscht. Die Unterwolle in rot getuepfelten Hunden mus rot sein, weder weiss noch cremefarben.
Blaumeliert wird durch unregelmässige Flächen weisser Haare gebildet, die etwas groesser sind als die Tuepfelung und mehr oder weniger regelmässig im äusseren Fell verteilt sind.
Die erlaubte Anordnung lohfarbener Abzeichen wird im Standart deutlich angemerkt.
Die Lohfarbe kann in Schattierungen von blass bis zu einer reichen Farbe erscheinen.
Je satter das Loh ist, umso vorteilhafter ist es. Wie im Standart vermerkt, lohfarbener Untergrund am Körper ist erlaubt, solange er nicht durch das blaue Deckhaar durchscheint.
Die meisten Australian Cattle Dogs haben einen weissen Stern oder Streifen am Oberkopf, die anerkannt sind, aber andererseits sollte es auch nicht bestraft werden, wenn keine da sind.
Der Anteil der weissen Haare in der Rute sollte sich ausgeglichen zur Färbung des Fells am Körper verhalten. Eine vollständig weisse Rute ist fehlerhaft. Obwohl Körperflecken unerwuenscht sind, sollte ein ansonsten ausgezeichneter Vertreter nicht,wegen eines Vertreters ohne Körperflecken, aber mit einem schlechteren Gebaeude, bestraft werden.
Gegenueber Typ, Ausgeglichenheit und einem gesunden Gebaeude ist die korrekte Farbe von nachrangiger Bedeutung. Richter sollten nicht vergessen, zu welchem Zweck der Hund gezuechtet wurde.Trotzdem befuerchten einige Zuechter, dass Koerperflecken zu gross und zu vorherrschend werden könnten.

FARBTEST VOR DEM DECKAKT
http://www.ar.com.au/~norclark/a_coltst.htm
bei VET GEN

Die Vererbung der Fellfarbe im Australian Cattle Dog (und seines Cousins mit der kurzen Rute, dem Australian Stumpy Tail Cattle Dog) ist vielschichtig.
Die Vererbung der Farbe in beiden Rassen wurde von Dr. Helen Hewson-Fruend in „A Dog Called Blue“ beschrieben. Fehlfarben ( Fellfarben, die nicht anerkannt werden im Standart) gibt es in beiden Rassen. Im ACD kommen die meisten Fehlfarben als schokoladenfarbig, creme und weiss vor.
Fehlfarbige ACDs sollten auf keinen Fall zur Zucht verwendet werden. Trotzdem wird deutlich, dass viele hervorragende ACDs Träger von Fehlfarben sind. Träger von Fehlfarben sollten nicht von der Zucht ausgeschlossen werden, wenn sie anderweitig hervorragend sind.
Die Gene fuer Fellfarben sind nicht rassetypisch. Die Gene ‚b‘ und ‚e‘ zum Beispiel hängen mit der Fehlfarbe schokoladenartig und creme im ACD zusammen und diese Gene finden sich auch im Labrador Retriever wieder. VetGen (USA) hat einen DNA Test fuer Labradors entwickelt, der Träger der Fehlfarben scholaden und/oder creme identifizieren kann.
VetGen akzeptiert jetzt auch ACDs fuer einen genetischen Farbtest. Es wurden nicht viele ACDs bisher getestet, wobei der Test bis jetzt auch nicht als standardgerecht fuer die Rasse bezeichnet werden kann. Trotzdem haben sich bis jetzt alle Tests bewahrheitet und Noreen Clark, die alle Resultate zusammen mit VetGen auswertet, ist zuversichtlich, dass die Labrador Tests auch fuer ACDs gelten.
Es ist bekannt, dass in manchen Linien hinter „Tirlta Kennels“ die Fehlfarben Creme (und vielleicht schokoladenfarben) existieren , aber Farbtests bei „Tirlta Kennels“ stellen sicher, dass Träger dieser Anlage nicht im ANKC Hauptverzeichnis erscheinen.

Fehlfarbe: schokoladen
cremefarben
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